Zum Jazztage-Abschluss Gospel in der Evangelischen Kirche

(21. Mai 2009) In der Evangelischen Kirche fand zu Himmelfahrt das Gospelkonzert mit „David Thomas and High Praise“ statt. Der Sänger mit der ausdruckstarken Stimme ist ein Ausnahmekünstler der deutschen Gospelszene. Ebenso sein Bruder Tyndale, den er mit drei weiteren Sängern und seiner Band zum Gospelkonzert mitgebracht hatte.
David Thomas and High Praise - Fotos: Christian MelzerDavid Thomas and High Praise - Fotos: Christian Melzer Eine exzellente Band, die voluminöse, brillanten Stimmen von David und Tyndale Thomas, hervorragende Arrangements der Songs sowie mitreißende Versionen bekannter und auch neuer Gospel-Songs ließen die Zuhörer nicht still sitzen. Die beiden Brüder stammen aus der Karibik und ihr Vater war Pastor. Beide wuchsen in England auf und sind nicht nur hervorragende Sänger sondern komponieren auch exzellente Gospel-Songs. Die meisten Stücke an diesem Abend in der Evangelischen Kirche zum Abschluss der 20. Wiehler Jazztage stammten auch aus der Feder der beiden Thomas-Brüder. So mancher Gast kannte einige davon aus Workshops mit David und Tyndale oder aus dem Repertoire des eigenen Gospelchores. Auch für den nicht Gospel-Insider sind sie eingängig und mit viel Ausdruckskraft.

David ThomasDavid Thomas David Thomas ist bekannt als Gospelsänger, Solist, Songwriter und Musicalstar durch Auftritte mit Stevie Wonder, sowie u.a. als „Papa Dampflok“ in dem Erfolgsmusical „Starlight Express“ in Bochum. Musikalität, eine tolle Stimme und jede Menge Power, damit springt bei David Thomas der Gospelfunke immer auf das Publikum über. Sehr berührend sein Solo bei „The meaning of life“ in dem er vom Sinn des Lebens und der Bitte, dass die Menschen zuhören und sich Zeit lassen sollten, um zu verstehen. Seine Lieder sind wie Gebete – und so singt er sie auch. Auch das „Love“ oder „What more“ sind ergreifend. Gemeinsam mit seinem Bruder präsentiert er „Speak to my heart“. Tyndale ist während des Singens oft ganz in sich versunken, ermuntert aber auch immer wieder das Publikum zum Mitsingen, wie bei „Going trough“. In wenigen Minuten singen alle im Kirchenschiff die eingängige Melodie mit. Ebenfalls bei „Soon be done“ – auch ein Lied aus dem Repertoire des Marienhagener Gospelchores „Celebration“, von dem viele anwesend waren – baut er den Gesang des Publikums mit ein. Die Bewegungen zu „This train“ müssen die Thomas-Brüder dem Publikum gar nicht mehr zeigen – die meisten beherrschen Text und Bewegung perfekt.

Zum „Gospels & Spirituals“ in der Evangelischen Kirche Wiehl trat David Thomas mit seiner Liveband auf. Gitarrist Igor Lazarev stammt aus Jaroslawl/Russland, wo er auch an der Musikkunstfachschule studierte. Erste musikalische Erfahrung im Alter von vier Jahren sammelte Schlagzeuger Andy Pilger im Laien Musikverein. Bassist Ian Stewart legt den rhythmischen Teppich in David Thomas Liveband. Seit Abschluss des Studiums geht Christoph Eisenburger seiner freiberuflichen Tätigkeit als Pianist und Keyboarder in diversen Formationen bzw. Orchestern nach, so auch bei David Thomas. Außerdem hat David Thomas neben seinem Bruder noch weitere hervorragende Sängerinnen und einen Sänger mit dabei. Gospel in der Evangelischen KircheGospel in der Evangelischen Kirche Gabriel Vealle aus Ghana leitet in Korschenbroich den Jugend-Gospel-Chor „Go for God“ mit großem Enthusiasmus. Solistisch trat er in Wiehl leider nicht in Aktion. Aber seine beiden Mitsängerinnen präsentierten mit Solos ihr Können. Esther Zandres nahm Gesangsunterricht bei David Thomas und trat beim Gospelkirchentag in Hannover mit „His Voice“ sowie mit David Thomas im Vorprogramm von Kirk Franklin (USA) auf. Sie begeisterte in Wiehl mit dem Solopart zu „Living he loved me“. Njeri Weth präsentierte das erste Lied nach der Pause „My soul finds rest“ mit ihrer herausragenden Sopranstimme. Sie stammt aus Münster und hat nach ihrem klassischen ihre musikalischen Wurzeln im Soul neu entdeckt. Njeri singt Soul-Gospel am liebsten unplugged, lachend und leicht, laut und tiefgründig.

Tyndale Thomas gehörte zur legendären Gospelgruppe „The Challengers“, die durch viele Konzerte und Fernsehauftritte bekannt wurde. Als Backgroundsänger war er u.a. bei Stevie Wonder aktiv. Heute ist Tyndale Thomas Leiter des „Royal Liverpool Philharmonic Orchestra“ und als Gospelworkshopleiter – oft mit seinem Bruder David - in ganz Europa unterwegs. Entscheidend mitgeprägt hat er den L.A. Gospel Music Workshop und das Pop- und Gospelchorfestival „PoGo“ in Witten.

Die Gewissheit ihres Glaubens sprach aus den Liedern von „David Thomas & High Praise“ und dem kleinen Chor und steckte das Publikum teilweise sicher nicht nur zum Mitsingen an. Sie vermittelten eine Gewisse Atmosphäre, Stimmung, vielleicht auch Hoffnung. Ob mit den Texten oder mit dem Gesang – ein beeindruckendes Gospelkonzert mit beeindruckenden Gospelmusikern.

Vera Marzinski

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