Jazzfrühschoppen zum Muttertag

(13. Mai 2012) Sonnenschein zum Muttertag und zum Jazzfrühschoppen der 23. Wiehler Jazztage. Dennoch fröstelte Susanne Riemer, Trompeterin der „Echoes of Nawlins“ und musste ihr Instrument zwischen den Stücken warm halten. So wirklich warmes Maiwetter gab es nicht, dafür passte aber mit der Musik an diesem Vormittag. Moderne, funky und groovige New Orleans-Musik. So richtig schön für einen Frühschoppen, bei Bier, Wein, Brezel und Kartoffelsalat. Viel Backroundmusik, bei der man sich noch unterhalten konnte, aber auch Einiges zum genaueren Hinhören. So die Ballade „Eu Quero E Sossego“, bei der Danh Thai brillant auf dem Sopransaxophon spielte.
Echoes of Nawlins - Foto: Christian MelzerEchoes of Nawlins - Foto: Christian Melzer Es war für jeden etwas dabei. Mambo, Samba, Jazzstandards, Funk, Soul. So muss ein Jazzfrühschoppen sein. Auch Wünsche aus dem Publikum nahm die Band auf, wie das “St. Thomas“ von Sonny Rollins. Vorm Hotel Platte, mit Blick auf den Kirchturm der Evangelischen Kirche hatten „Echoes of Nawlins“ als Opener das perfekte Stück ausgewählt: „The Preacher“. Es folgten Musikstücke aus den verschiedensten Genres. Da kam ein „Mardi Gras In New Orleans“ oder auch ein „You Can Depend On Me“.

„Echoes of Nawlins“. Das sind Pianist Hans-Peter Schüller, Drummer Gerd Breuer, Kontrabassist Johannes Voss, Saxophonist Danh Thai sowie die sowohl an der Trompete wie am Flügelhorn versierte Sängerin Susanne Riemer. Ein wichtiger Impulsgeber für den Sound der „Echoes of Nawlins“ ist die Musik der Dirty Dozen Brassband, die in revolutionierender Weise traditionellen New Orleans Jazz mit Pop-, Funk-, Soul-, und Bebob-Elementen aufmischte. Dadurch wurde der New Orleans Jazz in den letzten Jahrzehnten wesentlich offener, facettenreicher und undogmatischer.

Und wer kennt nicht die Wiege des Jazz: New Orleans oder „Nawlins“ wie Einheimische ihre Stadt nennen. Eine Stadt, in der sich die verschiedensten musikalischen Einflüsse zu swingendem Jazz vereinten: Gospel, schwarzer Blues, afrikanische und karibische Rhythmik, Funk, Rhythm and Blues. Die „Echoes of Nawlins“ bringen diese Musik auf die Bühne. Pianist Hans Peter Schüller verriet, dass er einmal jährlich nach New Orleans reist. Aber am Vatertag reisen „Echoes of Nawlins“ erstmal nach Breda/Niederlande, wo sie beim Jazzfestival spielen.

Vera Marzinski

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