„The Night of Soul“ – ein mitreißendes Konzerterlebnis

(5. Mai 2013) Mit dem Soultrain durch die Wiehltalhalle ging es bei der „Night of Soul“ der 24. Internationalen Wiehler Jazztage mit „Onita Boone & Band“ und „The Memphis to Motown All Stars“. Starke Emotionen und treibende Grooves prägten den unverwechselbaren Sound des Samstagabends in der Wiehltalhalle.
Onita Boone - Foto: Christian MelzerOnita Boone - Foto: Christian Melzer Sie ist schon ein bisschen Diva, die Gewinnerin der Sat-1-Castingshow "The Winner is" (2012). Aber mit viel Charme, weiß sie ihr Publikum für sich einzunehmen. Sie flirtet mit ihnen und mit ihrer Band. Als ihr Kleid ein wenig ins Schulterfreie verrutscht stoppt sie den Music-Act und lächelt verschmitzt zu ihrer Bemerkung „I know you looking!“. Onita Boone ist eine fantastische Sängerin mit viel Ausstrahlung und dazu noch eine brillante Songwriterin, denn fast alle Stücke an diesem Abend stammen aus ihrer Feder. Und nach dem Gewinn in der Show letztes Jahr konnte sie ihre Eigenkompositionen auch endlich veröffentlichen. Natürlich hatte sie in Wiehl auch ein Stück ihres Produzenten Mousse T. im Programm. „One more chance“ reihte sich wie selbstverständlich in Onitas „Let the funk come out“, „I know“ oder „I feel love“. Und “It’s a man’s, man’s world” von James Brown passte ebenso perfekt ins Programm der Ausnahmesängerin. Ihre Band – Ingo Senst (Bass), Hans Dekker (Drums), Loomis Green (Guitar), Ulf Kleiner (Fender Rhodes – elektr. Piano) – sowie ihr Backroundchor mit Ola Chmiel und Brian Barnes rundeten den Auftritt grandios ab. Und zum Schluss hatte Onita gemeinsam mit Gitarrist Loomis Green noch ein „Lullaby“ dabei – allerdings ein spezielles Schlaflied für Erwachsene. The Memphis to Motown Soul All Stars - Foto: Christian MelzerThe Memphis to Motown Soul All Stars - Foto: Christian Melzer Nach diesem entspannten Stück rollte der Soultrain gewaltig weiter mit „The Memphis to Motown All Stars“. Sänger Dwight "Butch" Williams aus Houston, Texas (USA) überzeugte sofort mit seiner explosiven und energiegeladenen Bühnenperformance. Der gesamten Band um Saxophonist Tommy Scheller gelang es anhaltend das Publikum zu begeistern und mitzureißen. Ob die Bläser-Fraktion Scheller, Trompeter Gary Winters und Posaunist Dieter Kuhlmann oder die Soli von Gitarrist Jens Filser – mit viel Bühnenpräsenz und hervorragendem Zusammenspiel groovte es nur so an diesem Abend. Dazu noch Keyboarder Gregory Barnett, Schlagzeuger Berni Weichinger, Bassist Maik Reishaus und besonders brillant: Sängerin Theresa Burnette. Mit „Dancing in the street“, „Superstition“ oder auch „Clean up woman“ bewies sie, dass ihre ausdrucksstarke, schwarze Stimme und ihr typisches Südstaaten-Temperament perfekt sind für die musikalische Reise von „The Memphis to Motown All Stars“.

Mit Volldampf und souligem Gesang überzeugten sie. Butch wollte es etwas intimer wenn er Balladen singt und lockte damit das Publikum näher an die Bühne bevor er mit Theresa „My imagination“ sang. „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?!“ bemerkte er kurz vor Ende des Konzertes und versicherte sich bei Bandleader Tommy Scheller, ob er das in seinem „Germanycan“ richtig gesagt habe. Viel zu schnell verging die Zeit mit der musikalischen Reise in die tanzbare Vergangenheit des Soul. Den brachte “Memphis to Motown” stilgerecht und authentisch auf die Bühne. Und das Wiehler Publikum erlebte wie damals Soul live mit einer internationalen Band vom ersten Rang.

Vera Marzinski

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