Jazz-Light: Jazz in der Kneipe

(14. Mai 2015) Das diesjährige, verkleinerte, Jazzfestival begann am 13. Mai mit tollen Bands in neun Kneipen in Wiehl. Jazz-, Blues- und Rockfreunde fanden beim Kneipenabend der „Jazz Light“-Veranstaltung für jeden musikalischen Geschmack etwas. Wieder swingte, jazzte, rockte es quer durch Wiehl, wie schon bei den „Wiehler Jazztagen“ in den Vorjahren. Doch diesmal nicht zum Festival-Finale, sondern zum Auftakt der Light-Version. Nach 25 Jahren „Internationale Wiehler Jazztage“ fand in diesem Jahr eine kleine, abgespeckte Version statt.
Jazzdate - Foto: Christian MelzerJazzdate - Foto: Christian Melzer „Jazz in der Kneipe“ hat sich in den Jahren zum absoluten Publikumserfolg entwickelt. Es bietet durch die vielen unterschiedlichen Ensembles und diversen Lokalitäten ein facettenreiches Programm – so auch in diesem Jahr. Los ging es um 19.30 Uhr im Hotel zur Post mit ProAm, die hier schon mehrfach aufgetreten sind. Das Trio des Wipperfürther Pianisten Eckhard Richelshagen spielte Swing, Latin und Standards der 60er Jahre gesanglicher Verstärkung von Sandra Reinbott. Zudem holen sich ProAm gerne Freunde dazu und mit Posaunist Bernt Laukamp und Gitarrist Manuel Marcos standen natürlich zwei oberbergische Jazzhighlights mit ihnen auf der Bühne. Gleichzeitig startete Dixie-pur in der Feuerwache. Die „Dixie Friends Krombach“ pflegen den traditionellen New Orleans- und Dixieland–Stil in der üblichen Besetzung mit Kornett bzw. Trompete, Klarinette, Posaune, Bass, Piano, Banjo und Schlagzeug. Von hier aus konnten sich die Gäste auch mit dem kleinen roten Bus der Feuerwehr zu den anderen Locations fahren lassen. Wie zum Beispiel zum „Hotel Platte“ – hier spielte „Bäng Bäng“ auf, die ein breitgefächertes Repertoire boten. Die schon als „die jungen Wilden des Dixie“ titulierten Musiker sind daran interessiert, das Lebensgefühl des Dixieland, diese überschäumende wilde Lebensfreude in die heutige Zeit zu transportieren und diese bei ihren Konzerten mit dem Publikum zu teilen. Das gelang ihnen auch voll und ganz mit der Mischung aus Dixie, Soul – wie „Coming home“ – und auch Reggea. „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“ hatte sie Thomas Wurth dann alle – das Publikum sang begeistert mit.

„Spin Off“ im Check Point spielte ein gute Mischung aus Funk, Jazz, Blues, Rock, Latin und Afro plus faszinierende Melodien aus aller Welt. Die Band hat sich im Jahr 2010 neu formiert und ist eine Weiterführung des Studio-Projektes „Spin” des Gitarristen und Komponisten Frank Hüttebräuker. 2014 kam Pianist, Keyboarder und Komponist Stefan Heidtmann dazu und prägt mit seinem unverwechselbaren Spiel die Musik der Band nachhaltig. Wieder eine vollkommen andere Musikrichtung fanden die Jazz-Kneipengänger im „Sümpfchen“. Joe Brozio mit seinen „Blues Experience“ – drei Musiker der Extraklasse . Mit Bob Willemstein am Bass und Florian Brüning an den Drums sind zwei Musiker aus einer jüngeren Generation in diesem Trio, die ihrerseits die Energie, Spielfreude, aber auch Neugier und Experimentierfreudigkeit einbringen, die dieses Trio auszeichnet.

„Back to the roots“ präsentierte der Ausnahme-Gitarrist und Sänger Ali Claudi mit seinem Trio die „Kunst des Swing“. Swing-Standards, Balladen und Latin-Jazz etwas abgelegen im Waldhotel an der Tropfsteinhöhle. Auch nicht ganz fußläufig mitten in Wiehl, aber noch gut ohne PKW erreichbar waren „Red Clay“ in der Kufenstube an der Eishalle. Die Jazzband der Musikschule spielte in der Besetzung Klavier, Bass, Schlagzeug und Bläser-Section. Und brachten sowohl bekannte Jazz-Standards als auch funkigen bis rockigen Jazz zu Gehör. Im „Al dente“ war die Musik perfekt gegart mit „Jazzdate“. So ein „Night and day“ swingte perfekt. Sängerin Miett Molnar setzte nicht nur dazu vokalistische Glanzlichter zur Musik des Quartetts, dessen rhythmisch orientierte Standards in den Stilarten Swing, Latin und Funkin in einer Mischung aus originellen Arrangements, interessanten Improvisationen und Themen mit klarer Melodieführung bewirkten, dass die Musik richtig chillig ankam. Schlusspunkt in der „Jazz in der Kneipe“-Runde bildete „Songbound“ in der „Black Box“. Hier gab es auch schon mal ein „Mind Trick“ von Jamie Cullum. Die Band spielt Lounge Pop mit Coverversionen und eigenen Stücken. So gab das ganze Jazz-Kneipen-Konzept mit den unterschiedlichen Lokalitäten und Bands wieder mal ein tolles Angebot.

Vera Marzinski

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