Saxofourte sprengt Grenzen

(3. März 2020) Vier Saxophonisten mit einer großen Bandbreite – von klassischer Kammermusik, über zeitgenössische Musik bis hin zu Jazz, Pop oder Tango. „Saxofourte“ hatte im Bielsteiner Burghaus alles dabei und bot einen Querschnitt aus den letzten 25 Jahren.
Seit 1995 existiert dieses Quartett – Sopransaxophonist Thomas Sälzle ist seit der Gründung dabei. Bereits 1997 gab es für „Saxofourte“ den "Primo Classificato" (Erster Preis) beim "Internationalen Wettbewerb für Kammermusik" in Verona. Auch in der aktuellen Besetzung sind vier exzellente Könner am Werk, allesamt klassisch ausgebildet und vereint durch den gemeinsamen Spaß am Neuen und Ungehörten. Vier musikalische Abenteurer, die überaus lustvoll Konventionen ignorieren und Genregrenzen sprengen. Zudem schicken sie sich an, den Begriff „Cross-over“ völlig neu zu definieren. Neben Sälzle spielt am Altsaxophon Veronika Hanrath, das Baritonsaxophon wird von Daniela Wahler zum Klingen gebracht und Tenorsaxophonist ist Simon Hanrath.

Ganz klassisch begann ihr Jubiläumsprogramm mit dem Rondeau der „Orchestersuite Nr. 2 in h-moll BWV 1067“ von Johann Sebastian Bach. Doch bei der Sarabande klang es erst altbekannt und wurde ganz neu – swingend und mit einem kurzen Schwenker zu „Paulchen Panter“ am Schluss. Und so ging es weiter mit den vier Musikern. Simon Hanrath führte durch das Programm und erzählte den Gästen im Burghaus einiges zu den Stücken und zum Quartett. Wirklich viele Kompositionen für Saxophon-Quartette gäbe es nicht, aber sie würden sich auch gerne bei Streichquartetten bedienen, wie bei dem „Company“ von Philip Glass. Der hatte natürlich nicht bedacht, dass Saxophonisten zwischendurch atmen müssen – deshalb stammte das Arrangement für die Vier von Thomas Sälzle. Mit ihrer Musik an diesem Abend reisten sie quer durch die Welt. So gab es „I feel pretty“ und einen „Mambo“ aus der „Westside Story“ von Leonard Bernstein. Wunderbare Tango-Stücke, wie Astor Piazzollas“ Libertango“ und das „Finale“ aus dessen „Tango apasionado“. Sie brachten afrikanische Musik mit, wie „Diepkloof Groove“ von Isak Roux und ein „Hambani Kakuhle Kwela“. Extra für das Quartett hatte Mike Mower das Stück „Saxofifty“ komponiert und „Rubini is coming“ stammte von Katharina Thomsen, einer Jazz-Saxophonistin. Und vor den Zugaben entführten sie in die Filmmusikwelt mit „From here to there“ aus dem Film „Das Piano“. Die Vier neugierigen Virtuosen brachten reichlich klangliche Dimensionen auf die Bühne im Burghaus. Ein Sound der mühelos zwischen sinnlich warm und schneidend grell wechselte und das Publikum begeisterte.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski
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