Umweltratgeber - STU

Säuren

Man unterscheidet zwischen starken Säuren (z.B. Schwefel-, Salpeter- und Salzsäure) und schwachen Säuren (z.B. Essig- und Zitronensäure). Konzentrierte Säuren können zu starken Haut- und Augenverätzungen führen.

Säurereste entsorgen Sie am Schadstoffmobil.

Sanitärreiniger

Sanitärreiniger sind nach Herstellerinformationen überall in Bad und WC einsetzbar, in Verdünnung auch zum Bleichen und Desinfizieren von Wäsche. Sie sind starke Laugen und enthalten aktives Chlor, das bei seiner Verwendung freigesetzt wird.

Bei gleichzeitiger Verwendung von Sanitär- und WC-Reinigern kann in sekundenschnelle hochgiftiges Chlorgas entstehen!

Auf Sanitärreiniger kann verzichtet werden, da eine Desinfektion im Haushalt ( Desinfektionsmittel) normalerweise keinen Sinn hat.

Reste von Sanitärreinigern entsorgen Sie am Schadstoffmobil.

Saurer Regen

Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (NOx) aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) reagieren in der Luft mit Sauerstoff und Wasser zu Schwefel- und Salpetersäure. Diese Säurebildung ist die Ursache für den "Sauren Regen". Die Niederschläge in der BRD haben einen um das zehn- bis zwanzigfach erhöhten Säuregehalt gegenüber "normalem" Regen.

Der "Saure Regen" greift Mauerwerke und Beton an, erhöhte Säuregehalte im Boden zerstören das biologische Gleichgewicht und mobilisieren Schwermetalle, in übersäuerten Gewässern sterben die Fische.

Luftschadstoffe und der "Saure Regen" sind Hauptverursacher des Waldsterbens.

Schädlingsbekämpfungsmittel

Pestizide

Schadstoffmobil

Hier können haushaltsübliche Kleinmengen schadstoffhaltiger Abfälle abgegeben werden, die dann umweltgerecht entsorgt werden.

Folgende Stoffe/Stoffgruppen aus dem Haushalt werden am Schadstoffmobil angenommen:
  • Altlacke/Altfarben
  • Dispersionsfarben
  • Lösemittel
  • Säuren/Laugen
  • Pflanzenschutzmittel
  • Altmedikamente
  • Altbatterien
  • Laborchemikalien
  • Leuchtstoffröhren
  • Energiesparlampen
Mehrmals im Jahr ist das Schadstoffmobil im Stadtgebiet Wiehl unterwegs. Die genauen Termine und Standorte können Sie dem Abfuhrkalender entnehmen.

Schreddern

Häckseln

Schrott

Metalle

Schwermetalle

Viele Schwermetalle und Schwermetallverbindungen wirken giftig auf den Organismus von Menschen, Tieren und Pflanzen. Über die Nahrungskette aufgenommen, reichern sie sich im Körper an.

Zu den gefährlichen Schwermetallen zählen insbesondere Quecksilber, Cadmium, Blei, Nickel und Uran.

Andererseits gibt es aber auch lebensnotwendige (essentielle) Schwermetalle, z.B. Eisen, Mangan, Kupfer, Zink.

Sickergrubenentleerung

Die Entleerung Ihrer Grundstückskläranlage erfolgt 2 x jährlich durch von der Stadt beauftragte Unternehmen. Darüber hinaus sind Sie verpflichtet, weitere Leerungen bei Bedarf vornehmen zu lassen. Ein Bedarf besteht, wenn ein Verfüllungsgrad von 25% erreicht ist. Denken Sie daran, dass bei einem höheren Verfüllungsrad kein Kläreffekt mehr besteht und durch die Abwässer eine erhebliche Gewässerverunreinigung entsteht.

Silberputzmittel

Obwohl Silber ein Edelmetall ist, läuft es mit der Zeit schwarz an. Tauchbäder zur Silberreinigung enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe wie Thioharnstoff und Säuren.

Reste dieser Silberpflegemittel entsorgen Sie am Schadstoffmobil.

Umweltfreundliche Alternativen:
Zum Polieren von Silbergegenständen kann Schlämmkreide verwendet werden (Zahncreme). Silber auf Alufolie in eine Schale legen, warmes Salzwasser darübergießen, einige Zeit stehen lassen, fertig. Restliche Flecken können leicht wegpoliert werden.

Sofortfilmkassetten

Diese Filmkassetten enthalten eine Batterie. Leere Kassetten müssen daher am Schadstoffmobilentsorgt werden.

Batterien

Solarenergie

Die Sonnen- oder Solarenergie ist die Quelle allen Lebens auf der Erde. Die jährlich durch Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche eingestrahlte Energie ist 15.000 mal so groß wie der Jahres-Weltenergieverbrauch.

Auch in der vergleichsweise sonnenarmen Bundesrepublik ist es möglich, über Sonnenkollektoren und Solarzellen die Energie der Sonne zu nutzen.

So kann ein 4-Personen-Haushalt mit 6 Quadratmetern Kollektorfläche seinen gesamten Warmwasserbedarf im Sommer und große Teile im Frühjahr und Herbst decken.

Mit Solarzellen (Photovoltaik) kann die Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden.

Zwar sind diese Systeme noch nicht konkurrenzfähig gegenüber fossilen Energieträgern, aber die technische Weiterentwicklung eröffnet schon jetzt die Vorteile dieser Energie. Sie ist unerschöpflich, umweltfreundlich, dezentral verfügbar, einfach in der Anwendung und nicht monopolisierbar.

Sonderabfälle

Alle chemischen Stoffe, die im Haushalt oder Garten Verwendung finden und von deren Zusammensetzung und Inhaltsstoffen Belastungen und Gefahren für Umwelt, Menschen und Tiere ausgehen können, sind Sonderabfälle, deren Reste am Schadstoffmobil entsorgt werden müssen.

Gelangen diese Chemikalien mit dem Hausmüll auf die Deponie, bringen sie ein Gefahrenpotential für den Deponiebetrieb mit sich. Gelangen sie über die Kanalisation in die Klärwerke, schädigen sie dort die zur Reinigung des Abwassers eingesetzten Mikroorganismen.

Häufig weisen Gefahrensymbole auf gefährliche Stoffe hin.

Sperrmüll

Bei der Sperrgutabfuhr werden nur Haushaltsabfälle mitgenommen, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht über die Restmülltonne entsorgt werden können, wie z.B. Schränke, Matratzen, Teppiche, Herde, Fernseher.

Nicht zulässig sind z.B. Autoteile, Altreifen, Fenster, Türen, Waschbecken, Gartenzäune, Bauholz, Baumschnitt, Bauschutt, Farbeimer, Kühlgeräte.

Informationen zu den Abholterminen und den Anmeldeformalitäten erhalten Sie unter www.asto.de

Möbel

Spraydosen

Sie sollten darauf achten, dass Sie Spraydosen erwerben, die kein FCKW als Treibmittel enthalten. Die umweltfreundlichste Alternative sind Pumpzerstäuber, die ohne jegliches Treibgas auskommen.

Nicht restentleerte Spraydosen müssen als Sondermüll am Schadstoffmobil entsorgt werden.

Vollständig entleerte Dosen geben Sie in den "Gelben Sack".

Stallmist

Stallmist kann von Gartenbesitzern ebenso als organischer Dünger eingesetzt werden wie Kompost. Das macht den umweltbelastenden Einsatz von Kunstdünger überflüssig, entlastet das Budget des Gärtners und verringert das Müllproblem.

Stand-By-Betrieb

Viele elektrische Geräte aus dem Büro und im privaten Haushalt verbrauchen nicht nur dann Strom, wenn sie aktiv benutzt werden. Auch im Stand-by-Betrieb (Wartezustand) wird Strom verschwendet - in Deutschland jährlich ca. 20,5 Milliarden Kilowattstunden. Zum Vergleich: eine Großstadt wie Berlin verbraucht jährlich ca. 14 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom.

Einige Geräte (z.B. Videorekorder) verschwenden für den Bereitschaftszustand mehr Strom als für den eigentlichen Betrieb.

Wer den Stromverbrauch seiner Geräte überprüfen möchte, kann sich beim Fachbereich Stadtentwicklung & Umwelt der Stadt Wiehl kostenlos ein Strommessgerät ausleihen.

Tel.: (0 22 62) 99-308.

Staubsaugerbeutel-Inhalte

Die Inhalte von Staubsaugerbeuteln gehören in die graue Restmülltonne und auf keinen Fall zum Biomüll oder auf den Kompost.

Staub hat in der Regel Anhaftungen von Schwermetallen und organischen Schadstoffen und würde daher den Kompost zu sehr verunreinigen.

Strauchwerk

Häckseln

Streusalz

Streusalz sollte bei Eis- und Schneeglätte auf Gehwegen nicht mehr benutzt werden. Abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand erfüllen meist die gleiche Wirkung und lassen die Straßenbäume leben.

Die Verwendung von Streusalz ist nur angebracht:
  • In besonders begründeten klimatischen Ausnahmefällen (z.B. bei Eisregen)
  • Auf Treppen, Gefäll- oder Steigungsstrecken oder ähnlichen Gefahrstellen.
Schnee, der mit Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen vermischt ist, darf auf und an Gehwegen mit Baumbeständen oder angrenzender Begrünung nicht abgelagert werden.

Salzstreuen schadet nicht nur den Bäumen und Pflanzen, sondern beeinträchtigt über das Grundwasser unser Trinkwasser, zerfrisst Autobleche wie Bodenbeläge (kostet damit natürlich Geld) und quält unsere vierbeinigen Freunde.

Styropor

Styropor aus Verpackungen können Sie über den Gelben Sack entsorgen. Andere Styroporteile (z.B. von der Gebäudeisolierung) können an der Zentraldeponie Leppe abgegeben werden.

Informationen:
Abfallberatung des BAV, Tel. (0800) 8058050.

Tapetenreste

Tapetenreste, auch wenn sie überwiegend aus Papier bestehen, können wegen Anhaftungen von Kleister, Putz etc. nicht im Rahmen der Papierherstellung wiederverwertet werden. Geschäumte Vinyltapeten scheiden für die Wiederverwertung erst Recht aus.

Diese Abfälle müssen daher über die graue Restmülltonne entsorgt werden.

Bei größeren Renovierungsarbeiten ist das Fassungsvermögen der Restmülltonne natürlich zu klein. Hier ist die Entsorgung über einen privaten Containerdienst (siehe Branchenbuch) oder die Privatanlieferung zur Zentraldeponie Leppe, Tel (02266) 90090, möglich und sinnvoll.

ACHTUNG! Müllsäcke mit Tapetenresten oder anderen Abfällen werden bei der Sperrgutabfuhr nicht mitgenommen.

Terpentin

Lösemittel

Terpentinersatz

Lösemittel

Textilien

Altkleider

Thermometer

Herkömmliche Thermometer enthalten meist giftiges Quecksilber. Sie müssen bruchsicher aufbewahrt werden und gehören zur Entsorgung zum Schadstoffmobil.

Als umweltfreundliche Alternative bieten sich elektronische Thermometer, die ihre Energie über Solarzellen beziehen, an. Andere elektronische Thermometer enthalten eine Batterie die als Sondermüll entsorgt werden muss.

Tierkörperbeseitigung

Tote Kleintiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Hamster usw. dürfen auf dem eigenen Grundstück in einer Tiefe von mind. 50 cm begraben werden, sofern das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt.

Verendete Großtiere sind grundsätzlich bei einem Tierkörperbeseitigungsunternehmen (z.B. Fa. Rethmann, Tierkörperbeseitigungsanstalt in Marl, Tel. (02365) 150 83-85) abzugeben.

Sollten Sie tote Tiere auffinden, benachrichtigen Sie bitte das Ordnungsamt der Stadt Wiehl, Tel. (02262) 99-214, damit die Abholung veranlasst werden kann.

Vom Berühren toter Tiere, insbesondere in freier Wildbahn, ist wegen möglicher Seuchen- und Tollwutgefahr dringend abzuraten.

Treibhauseffekt

Als Treibhauseffekt bezeichnet man den Effekt, der dadurch hervorgerufen wird, dass die Wärmestrahlung der Erde zum Teil in der Atmosphäre absorbiert und wiederum zum Erdboden reflektiert wird. Die Anreicherung der Atmosphäre mit strahlungsabsorbierenden Gasen wie CO2, FCKW Methan und N2O ist die Hauptursache der Verstärkung dieses natürlichen Effektes.

Wissenschaftler rechnen mit einer Temperaturerhöhung von 1 - 4 °C, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre so weiter steigt wie bisher. Dies hätte katastrophale Klimaveränderungen zur Folge.

Trinkwasser

Das Lebensmittel Nr. 1, sauberes Trinkwasser, wird immer mehr zu einer Kostbarkeit. Wasser ist auf der Erde zwar in riesigen Mengen vorhanden, aber letztendlich sind nur 0,6 % davon als Trinkwasser nutzbar.

Es ist aber schon lange nicht mehr direkt nutzbar, sondern nur noch über den teuren und technisch immer aufwendigeren Weg der Wasseraufbereitung. Die schleichende Vergiftung mit Pflanzenschutzmitteln und die Nitratbelastung hat vielerorts bereits alarmierende Werte erreicht.

Das Trinkwasser in unserem Bereich stammt aus der Wiehltalsperre. Es liegt im Härtebereich 1, d.h. es ist sehr weich (Waschmittel, Weichspüler). Probleme mit erhöhten Nitratwerten gibt es hier zum Glück noch nicht. Zuständig für die Trinkwasserversorgung im Stadtgebiet Wiehl ist AggerEnergie, Tel.: (0 22 61) 30 03-0

Durchschnittlich werden pro Tag und Person 135 l Trinkwasser verbraucht (davon nur 3 % zum Kochen und Trinken!). Das ist recht viel. Sie sollten überlegen, wo in Ihrem Haushalt Einsparungsmöglichkeiten sind (z.B. wassersparende Duschköpfe und Toilettenspülungen). Noch wichtiger als Wasser einzusparen ist es aber, das Wasser so wenig wie möglich zu verschmutzen.

Trockenbiotope

Viele Gartenbesitzer denken bei dem Wort Biotop an einen Gartenteich. Das Wort "Biotop" bedeutet im weiteren Sinn "Lebensraum" und ist nicht auf den Bereich des Gewässers beschränkt. An trockene Standorte wird in den Hausgärten leider immer noch zu wenig gedacht.

Viele heimische Pflanzen- und Tierarten sind auf trockene Standorte spezialisiert. Dies können Hügel aus Sand, Kies und Steinhaufen, insbesondere aber Trockenmauern sein. In den Hohlräumen zwischen den Steinen finden gefährdete Pflanzen wie Mauerpfeffer und Zimbelkraut und Tiere wie Eidechsen, Kröten und viele andere ihren Lebensraum.

Es gibt viele Möglichkeiten, Trockenstandorte zu schaffen:
  • Ein kleiner Hügel aus Sand oder Kies braucht nicht viel Platz. Ideal wäre eine Höhe von 0,5 bis 0,8 m. Hier finden Pflanzen Lebensraum, die einen schnell abtrocknenden Boden benötigen. Wählen Sie einen sonnigen Platz.
  • Freistehende Mauern können den Garten zur Straße oder zum Nachbargrundstück hin abgrenzen oder in verschiedene Bereiche aufteilen. Wichtig ist, dass diese Mauern aus aufgeschichteten, nicht verfugten Natursteinen bestehen.
  • Stützmauern lassen sich an Böschungen, an der Terrasse oder als Abstufung bei abfallendem Gelände anbringen. Auch sie müssen ohne Mörtel aufgeschichtet werden.
  • Fehlt es am entsprechenden Platz, wird schon mit einem locker aufgeschichteten Steinhaufen (Lesesteinhaufen) viel "Mauerleben" in den Garten gebracht. Ist ein Teich im Garten vorhanden, so ist eine Platzierung in seiner Nähe ideal.
  • "Steingärten", in denen Steine meist nur als vereinzelte Verzierungen herumliegen, sind aufgrund ihres sterilen Charakters ökologisch nicht vertretbar.

Umweltzeichen

Das Umweltzeichen "Blauer Engel" wurde von den Umweltministern des Bundes und der Länder zur Förderung umweltverträglicher Produkte geschaffen. Waren, die dieses Zeichen tragen, werden von unabhängigen Stellen nach bestimmten Kriterien überprüft.

Der "Blaue Umweltengel" kennzeichnet Produkte, die über günstigere Umwelteigenschaften verfügen als ihre Konkurrenzprodukte. Sie enthalten z.B. weniger Schadstoffe, sind aus Altstoffen hergestellt oder können mehrfach verwendet werden.

Der "Blaue Engel" ist das einzige geschützte Umweltzeichen. Alle anderen "Umweltzeichen" dürfen unkontrolliert verwendet werden und sind häufig nichts als Werbefloskeln!

Unkrautbekämpfungsmittel

Herbizide

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