„Manhattan Transfer“ – Vokalmusik vom Feinsten

(10. Mai 2010) Auf der Wunschliste für die Wiehler Jazztag standen Sie schon lange – nun wurden sie zum Opener des fünftägigen Jazzprogramms 2010. Es ist schon fast eine kleine Sensation, dass dieses weltberühmte Gesangsensemble den Weg nach Wiehl gefunden hat.
Manhattan Transfer - Foto: Vera MarzinskiManhattan Transfer - Foto: Vera Marzinski Wenn man auf ihre Tourliste schaut steht dort für Anfang Mai 2010: Mailand, Wiehl, London. Sie sind Amerikas Antwort auf Vokalmusik - das 1972 gegründete Ensemble “The Manhattan Transfer“. Mit Hits wie „Birdland“, „Boy from New York City“, „Operator“ oder „Route 66“ stellt das Quartett außergewöhnliches Talent in den Stilrichtungen Jazz und Pop unter Beweis.

Mit einer Kombination von Songs aus ihrem neuesten Album „The Chick Corea Songbook“ und den Hits der vergangenen Jahre ließen „The Manhattan Transfer“ den Eröffnungsabend zu den 21. Wiehler Jazztagen zu einer Jazznacht der Superlative werden. Da starteten die diesjährigen Jazztage gleich ganz fulminant.

Cheryl Bentyne, Janis Siegel, Tim Hauser und Alan Paul haben in den 30 Jahren ihres gemeinsamen Singens und Swingens nicht weniger als 22 Alben herausgebracht. Ihre Welthits sind legendär, und mit sagenhaften 12 Grammy-Nominierungen für »Vocalese« wurde „The Manhattan Transfer“ zum unangefochtenen Grammy-Rekordhalter! Besonderen Erfolg hatte 1979 die LP „Extensions“ mit einer rasanten Version von Joe Zawinuls „Birdland“. Diesen Song präsentierten Sie auch in Wiehl mit der famosen Elastizität der Intonation, die Manhattan Transfer weltberühmt machte.

"Spain“ eröffnete den Reigen der Stücke aus dem neuen Album. Mit „The Chick Corea Songbook“ macht die Gruppe nun ihren bislang wohl gewagtesten künstlerischen Schritt. Coreas komplexe Rhythmen und Harmonien sind ungleich anspruchsvoller als das gewohnte Vocalese- und Swingrepertoire. Auch „Time’s Lie”, das brillant dargebotene “500 Miles High“ und das Schlussstück „Free Samba“ stammen aus dem federleicht und zugleich rhythmisch intensiv anmutenden Album.

Auch solistisch sind alle Vier aktiv und gaben jeweils eine Kostprobe als Einzelsänger. Tim Hauser erzählte zu seinem Song „She’s Funny That Way“ aus seinem Solo-Album „Love Collection“, dass er früher von schönen Frauen eingeschüchtert war. Weil er und die Jungs um ihn herum sich nicht trauten diese weiblichen Wesen anzusprechen, gingen sie mit Frauen aus, mit denen sie das eigentlich gar nicht wollten. Der aus Newark in New Jersey stammende Alan Paul präsentierte „Quiet Nights“ von seiner in Brasilien produzierten CD. Dort spielte er mit verschiedenen brasilianischen Musikern. Cheryl Bentyne, die als einzige nicht aus dem direkten Umfeld New Yorks sondern aus Seattle stammt und ein wahres Energiebündel ist, beeindruckte ebenfalls mit ihrem Solo. Wer dachte, Janis Siegel ist eher eine zurückhaltende Sängerin, der war schnell überzeugt von ihrem außergewöhnlichen Gesang bei „Jeepers Creepers“ – geprägt von Stimmgewaltigkeit und unbeschreiblich tollem Scatgesang.

Mehr als beeindruckend: die Manhattan Transfer a cappella -Version von „That’s The Way It Goes“. Besser geht es nicht! Hier kam die Homogenität der vier Gesangskünstler besonders deutlich zum Vorschein. Und auch der Spaß, den sie die ganze Zeit auf der Bühne miteinander und mit dem Publikum hatten. Die großartige Band unterstrich das ganze noch. Musikalischer Kopf war hier Yaron Gershovsky am Piano, den hervorragenden Rhythmusteppich legten Gary Wicks am Bass und Steve Hass am Schlagzeug und Adam Hawley brillierte mit Soloparts auf der Gitarre.

Als Geschenk zum Abschluss, nach stehenden Ovationen für diese außergewöhnliche Gesangsgruppe mit ihrer hervorragenden Band, erhielt das Publikum "A Nightingale Sang In Berkeley Square“ – sozusagen als Abschiedsgruß zur guten Nacht. Die famose Intonation, die “The Manhattan Transfer“ weltberühmt machte, war auch in Wiehl wieder brillant und bescherte einen wahrhaft besonderen Abend in der Wiehltalhalle.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski
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