Ganz anders sind „Anders“

(11. Oktober 2020) Ein grandioses a-capella-Konzert erlebten die rund 120 Kulturkreis-Gäste in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums mit „Anders“.
Foto: Vera MarzinskiFoto: Vera Marzinski Ihre Musik transportiert viele Emotionen und hat auch einen melancholischen Touch und manchmal klingen sie wie eine Boygroup, aber nur manchmal. Und das nehmen sie sogar selbst aufs Korn mit dem Stück „Sie tanzt“. „So wären wir als Boygroup“ kommentiert das Johannes Berning verschmitzt. Extra für das Bielsteiner Publikum hätten sie die Konzerte im letzten halben Jahr abgesagt, um „heute ausgeruht hier wieder singen zu können“, erklärten sie zu Beginn und verbreiteten Sommer-Feeling mit ihrem „Hallo“. Bei ihnen geht es um Freundschaft, Liebe, Herzschmerz und alles andere, was einen beschäftigt, wenn man jung ist, Musik liebt und fest daran glaubt, dass die beste Zeit noch vor einem liegt. Jung sind sie alle fünf. Im achten Schuljahr fingen sie an, „Anders“ zu sein. Das ist nun schon 13 Jahre her. Die Besetzung ist zum größten Teil so, wie damals - als sie noch auf dem Schulhof übten. Die Stimmen harmonieren außerordentlich gut und decken alle Stimmlagen ab. Für die hohen Klänge ist Moritz zuständig. Johannes B., Goldner und Johannes J. singen Bariton. Florian, der Große und Schlanke mit den Locken ist neu ist im Quintett, und gibt das bassige Brummen dazu und singt nicht nur im Hintergrund.

„Anders“ machen Popmusik auf Deutsch - und das ohne Instrumente. „Wir machen alles live, kein Schlagzeug, kein Playback – nur ein Loopmikrofon“, betonen sie. Mit dem Loop ersetzen sie auch derzeit das Mitsingen des Publikums, dass ja aufgrund der Regelungen höchstens Summen darf. Beatboxen vom Feinsten erlebten die Gäste beim Beatbox-Solo von Johannes Jäck, bevor sie alle fünf ihr „Fernsehmedley“ präsentierten. Mit Melodien von der „Tagesschau“, „Pretty Woman“ bis zu „Heidi in den Bergen“ gab es auch Werbung und Dokumentationsfilm-Kommentare. Eben genauso, wie es sich anhört, wenn man mal durchs Programm zappt. Die eingängigen Melodien und smarten Texte der mittlerweile fünf Studenten aus Freiburg sind immer gepaart mit Augenzwinkern und Selbstironie. Moderne Arrangements und eine Bühnenshow mit ausgefeilten Choreographien vervollständigen das Bild. „Jungs die singen“, „Lichter der Stadt“ – damit sei natürlich Freiburg gemeint -, „Nachts nackt“, „Komm’n und geh’n“, heißen u. a. die Stücke, die sie mitgebracht haben. „Alles wird gut“ haben sie gerade mit einem Video veröffentlich. Obwohl die Nummer schon etwas älter ist, passt der Text gut in die aktuelle Zeit. „Man muss nicht immer sofort die passende Lösung für die eigenen Probleme oder die der Mitmenschen haben. Für den Anfang reicht ein offenes Ohr und ein mutmachendes Wort“.

„Anders“ haben sich auch überregional einen Namen gemacht. So spielte die Band bereits im Vorprogramm von Revolverheld, Altmeister Heinz Rudolph-Kunze oder Indie-Rocker Thees Uhlmann. Auf Einladung des Goethe-Instituts tourte die Band zum Jubiläum des Élysée-Vertrags mehrere Wochen als Botschafter eines jungen und lebendigen Deutschlands durch Frankreich und die französischsprachige Schweiz. Gut, dass die Fünf sehr kreativ sind. Die Freiburger a-capella-Band hat mit dem „Plauscharrest“ einen eigenen Podcast gegründet, auf dem die Fünf sich untereinander, aber auch mit ihren Fans austauschen und sie an ihrem „Corona-Bandalltag“ teilhaben lassen konnten und können.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski
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